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Im ganzen Kanton spielten am 11. und 12. September alle erdenklichen Musikformationen auf, um die Öffentlichkeit aufdie zentralen Anliegen der KMA aufmerksam zu machen. Die Hauptveranstaltung fand am 12. September im KuK Aarau statt. Mit Spannung erwartet wurde das Referat des Aargauer Bildungsdirektors Alex Hürzeler, welcher zwar bezüglich der anstehenden Behandlung der Motion keine konkreten Zusagen machte, dafür aber dem Anliegen der KMA viel Goodwill entgegenbrachte und einräumte, dass die Koordination der Musikbildung im Kanton durchaus verbesserungswürdig sei. In einem eindrücklichen Referat erinnerte Hector Herzig, Präsident des Verbandes Musikschulen Schweiz (VMS) daran, dass die letzten Anläufe zur Koordinierung der musikalischen Bildung im Kanton schon 23, respektive 12 Jahre zurückliegen. In aller Regel sei es leider nämlich so, dass die Musikschulen in der politischen Ausmarchung stets hinten anstehen müssten, obschon gerade die musikalische Bildung all jene Fertigkeiten vermittle, die heute überall gefordert werden. Herzig betonte die Bedeutung der Initiative jugend + musik, die dem Fach Musik zu einem neuen Stellenwert verhelfen soll und rief zu deren Unterstützung auf. Abgerundet wurde die knapp zweistündige Veranstaltung durch ausgezeichnete Beiträge der Kadettentambouren Aarau, des Siggenthaler Jugendorchesters, der 5. Primarklasse Telli, des Jugendorchesters der Musikschule Aarau, sowie der Kadettenmusik Aarau. Das Kabarett FitzlaffHaenni führte geistreich-doppelbödig durchs Programm.

Gespräch mit Barbara Zimmerli, Präsidentin der Sektion Aargau

Lucas Bennett: Der Tag der Musik ist unter grosser Anteilnahme der Öffentlichkeit über die Bühne gegangen. Der SMPV hat die Veranstaltung unterstützt, Du selbst hast im Mittelpunkt der Organisation gewirkt. Wie ist das Echo ausgefallen und wie sieht Dein persönliches Fazit aus?

Barbara Zimmerli: Das Echo war durchwegs sehr positiv. Ich denke, dass es insgesamt ein sehr attraktiver und wirkungsvoller Anlass war. Aus persönlicher Sicht würde ich sagen, dass sich der grosse Aufwand auf alle Fälle gelohnt hat; ich bin froh, dass wir das alles auf die Beine gestellt haben. Natürlich ist man als Mitorganisatorin mitunter der Belastungsgrenze recht nahe bei einer so grossen Veranstaltung. So würde ich gerne wieder einmal mitwirken, aber nicht unbedingt im Zentrum der Organisation.

L. B.: Der Aargauer Bildungsdirektor bekräftigte den grossen Stellenwert der musikalischen Bildung, bezüglich konkreter Schritte zur Koordinierung der musikalischen Bildung im Kanton und insbesondere bezüglich der Motion im Grossen Rat (Instrumentalunterricht als Wahlfach an der Volksschule) blieb er recht unverbindlich. Wie geht es denn jetzt auf der politischen Ebene weiter, und gibt es schon Anzeichen, in welche Richtung es gehen wird?

B. Z.: Der Regierungsrat wird dem Grossen Rat noch diesen Herbst, wahrscheinlich im Oktober oder November, einen Vorschlag zur Umsetzung der Anliegen der Motion vorlegen. Es ist noch nichts zu unseren Gunsten entschieden, und was konkret an Vorschlägen kommen wird, wissen wir nicht. Es bleibt also spannend.

L. B.: Ist schon ein nächster Tag der Musik geplant?

B. Z.: Zurzeit nicht. Dies war ja der zweite Tag der Musik; wir wollten in Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklung im Kanton noch einmal die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren – natürlich hoffen wir jetzt, dass die Weichen seitens der Politik so gestellt werden, dass eine solche Aktion nicht so bald wieder erforderlich wird.

-bt

Der SMPV ist der grösste schweizerische Berufsverband im Bereich Musik und Bildung. Er besteht aus einem Zentral­verband und 15 regionalen Sektionen. Er bietet seinen Mit­gliedern ein breites Spektrum an Dienstleistungen an und setzt sich für ihre beruflichen Interessen ein.