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Die Präsidentinnen und Präsidenten der SMPV-Sektionen und der Zentralvorstand berieten am 5. und 6. September in Neuchâtel über aktuelle Themen im Verband.

SMPV-SMV: Zusammenarbeit oder Alleingang SMPV?

Aufgrund der Ergebnisse einer Evaluation der Vernetzung des SMPV mit anderen musikbezogenen Verbänden und Institutionen strebt der Zentralverband eine engere Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Musikerverband SMV an. Als ein Hauptargument hierfür führte Zentralpräsidentin Brigitte Scholl die Notwendigkeit an, bestehende Synergien zu nutzen, um die Interessen der Berufsmusikerinnen und -musiker insbesondere der Politik gegenüber noch wirkungsvoller vertreten zu können. In der anschliessenden Konsultativabstimmung erhielt die entsprechende Arbeitsgruppe, der Brigitte Scholl und Werner Joos angehören, den Auftrag, alle möglichen Formen der Zusammenarbeit zu prüfen.

Zukunft der SAMP und der SMPV-Studiengänge

Ein knappes halbes Jahr nachdem die Delegiertenversammlung des SMPV beschlossen hatte, das Projekt Fachhochschule in der Berufsausbildung für ein weiteres Jahr als Option beizubehalten, zog Brigitte Scholl als Co-Präsidentin des Stiftungsrates der SAMP Bilanz über die aktuellen Entwicklungen. Trotz der Unklarheit bezüglich des künftigen Status der erworbenen Diplome gehen die Anmeldungen für Berufsstudien bei der SAMP nicht zurück. Zu verzeichnen sind ausserdem positive Signale seitens der Bildungsbehörden. Eine Nische für die Studiengänge der SAMP innerhalb der schweizerischen Hochschullandschaft zu definieren, wird in Zukunft besonders wichtig sein. Schnelle Lösungen sind derzeit indessen kaum zu erwarten.

Mitgliederwerbung und Werbung für Privatunterricht

Wie Wolfgang Pailer ausführte, sindrückläufige Mitgliederzahlen nicht nur ein Problem des SMPV, sondern liegen derzeit bei vielen Verbänden im Trend. DerZentralvorstand hat deshalb beschlossen, die Bonuszahlung für das Werben neuer SMPV-Mitglieder von derzeit 50.- auf 100.- Franken zu erhöhen.In diesem Zusammenhang steht auch ein von ZV-Mitglied Dafne Ghisalberti angeregtes Projekt zur Mitgliederwerbung. Die Hochschule Luzern bietet ihren Studierenden die Möglichkeit, Projekte in diesem Bereich zu entwickeln. Der ZV will bei der HSLU entsprechendbeantragen, dass ein solches auf den SMPV zugeschnittenes Projekt in Angriff genommen werden kann (vgl. dazu auch SMZ 7/09).

Die Präsidialkonferenz hat ausserdem:

-das von Werner Joos verfasste «Profil SMPV» zur Kenntnis genommen. Dieses soll das Profil des Verbands im Bewusstsein der Mitglieder schärfen und auch als Argumentationshilfe dienen. Es kann unter zv_downloads.cfm heruntergeladen werden.

-die von Rangit Shorter zusammengestellte Übersicht zu den Stufenprüfungen in der Schweiz zur Kenntnis genommen und die Öffnung der Stufentests für Erwachsene angeregt

-eine Anregung von Wolfgang Pailer entgegengenommen, wonach nach Möglichkeit Porträts einzelner Sektionen in die SMPV-Seiten der SMZ aufgenommen werden sollen

Die nächste Präsidialkonferenz findet am 30./31. Oktober 2010 in Luzern statt.

-bt

Der SMPV ist der grösste schweizerische Berufsverband im Bereich Musik und Bildung. Er besteht aus einem Zentral­verband und 15 regionalen Sektionen. Er bietet seinen Mit­gliedern ein breites Spektrum an Dienstleistungen an und setzt sich für ihre beruflichen Interessen ein.