Der VPOD zählt gesamtschweizerisch rund 35'000 Mitglieder, wovon ca. 7'000 im Bildungsbereich tätig sind. Dazu gehören auch die Mitglieder von «Rhythmik Schweiz». Er gehört wie der SMPV zum Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) und ist anerkannter Verhandlungspartner von Bund, Kantonen und Gemeinden. Er strebt an, sich mit anderen Gewerkschaften zusammenzuschliessen und könnte sich offenbar auch eine Zusammenarbeit mit dem SMPV gut vorstellen. Denkbar wären der Einkauf verschiedener Dienstleistungspakete durch den SMPV, aber auch die Kollektivmitgliedschaft des SMPV beim VPOD. Der SMPV würde zwar als Fachverband wie bisher weiterfunktionieren, wäre aber in eine professionelle Gewerkschaft eingebettet – was natürlich mit beträchtlichen Kosten verbunden wäre.
Ein Grund für die Zusammenarbeits-Bestrebungen des VPOD dürfte der stetige Kampf gegen den Mitgliederrückgang sein - ein Problem, das der SMPV leider nur allzu gut kennt. Zwar wurden im letzten Jahr 85 neue Mitglieder in den SMPV aufgenommen, aber gleichzeitig verliessen über hundert Mitglieder den Verband; dazu kamen etliche Todesfälle sowie die Ausschlüsse von Musiklehrerinnen und Musiklehrern, die ihren Mitgliederbeitrag trotz mehrerer Mahnungen nicht bezahlt hatten.
Tiefere Mitgliederzahlen bedeuten weniger Geld, was die Möglichkeiten der Aktivitäten einschränkt. Überall müssen Sparmöglichkeiten ausgelotet werden. Ein kleines Beispiel: Der Zentralvorstand verzichtet weiterhin darauf, sich das Mittagessen an den Sitzungstagen aus der Verbandskasse zahlen zu lassen. Ausserdem ist er der Meinung, dass er an die Schweizer Musikzeitung einen zu hohen Betrag leistet, zumindest im Verhältnis zur beanspruchten Anzahl der Verbandsseiten. Der Grund dafür liegt in einem konzeptionellen Fehler beim Verteilschlüssel, nach welchem die Beiträge der verschiedenen Trägervereine der Musikzeitung berechnet werden. Absolut nicht verkraftbar wäre gemäss Kassier Wolfgang Pailer eine Bezahlung der immensen Arbeit einzelner Vorstandsmitglieder unter Anstellungsbedingungen.
Link auf private Homepage
Vom 1. März an sollen achtzehn Artikel der SMPV-Rechtsberaterin auf der Homepage abrufbar sein. Ausserdem soll es möglich werden, dass SMPV-Mitglieder einen direkten Link von den Angaben in der Adressdatenbank der SMPV-Homepage auf eine allfällige private Homepage erhalten. Die E-Mail-Adressen von den Mitgliedern einer Sektion, die in der Datenbank vorhanden sind, kann das Zentralsekretariat der jeweiligen Sektion für Mailings zur Verfügung stellen.
Der Vorstand präzisierte, dass der Slogan «SMPV - der Weg zur Musik» nicht nur für die Privatunterrichts-Werbung gelten soll, sondern für den ganzen Zentralverband. Er entschied sich in diesem Zusammenhang für den konkreten Vorschlag einer sanften Weiterentwicklung des Erscheinungsbildes, der das bisherige Logo mit dem neuen Slogan verbindet. Aber nicht nur die Drucksachen sollen attraktiver daherkommen, auch die Delegiertenversammlung soll interessanter werden. Ein Podiumsgespräch soll für Diskussionsstoff sorgen, der über die Verbandspolitik hinausgeht. Zu rechnen ist an der DV von Ende März mit einem Rücktritt aus dem Zentralvorstand - dieser wird voraussichtlich Dafne Ghisalberti vom SMPV Zentralschweiz als neues ZV-Mitglied vorschlagen.
Werner Joos
| Der SMPV ist der grösste schweizerische Berufsverband im Bereich Musik und Bildung. Er besteht aus einem Zentralverband und 15 regionalen Sektionen. Er bietet seinen Mitgliedern ein breites Spektrum an Dienstleistungen an und setzt sich für ihre beruflichen Interessen ein. |