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Statements der Ständeratskandidaten zur Musikinitiative

Herbert Bühl

Da ich sowieso für eine Harmonisierung des Bildungswesens bin und musikalische Bildung einen Pfeiler der Bildung darstellt, hätte ich, wäre ich schon im Ständerat gewesen, der Musikinitiative zugestimmt. Da National- und Ständerat eine Differenz haben, wird das Thema nochmals in den Ständerat kommen.

Matthias Freivogel

Grundsätzlich bin ich, der gerne und viel Musik geniesst, für das Anliegen der Förderung der musikalischen Bildung. Als möglicher neuer SH-Ständerat gilt es indessen stets auch prüfen, ob und allenfalls wie mit einer neuen Regelung die Zuständigkeiten zwischen Bund und Kantonen neu festgelegt würden. Und diesbezüglich gab es ja Bedenken im Rat.
Gleichwohl tendiere ich heute auf Zustimmung zur Initiative, glaube aber, dass auch der Gegenvorschlag dem Grundanliegen der Initiative auf Förderung der musikalischen Bildung dienlich sein könnte. So gesehen hat die Initiative sicher schon einiges an Positivem ausgelöst.?

Christian Heydecker

Der Musikunterricht an den Schulen ist unbestrittenermassen wichtig. Die Volksinitiative hebelt aber die verfassungsmässige Kompetenzverteilung zwischen Bund und Kantonen aus. Als Ständeratskandidat ist es meine vornehme Aufgabe, die Interessen unseres Kantons zu vertreten. Das bedeutet auch, die kantonale Schulhoheit gegen Eingriffe von «Bern» zu verteidigen. Aus föderalistischen Gründen kann ich daher der Volksinitiative nicht zustimmen.??
Der Gegenvorschlag des Ständerates nimmt jedoch die wesentlichsten Punkte der Initiative auf, wahrt aber die verfassungsmässige Kompetenzverteilung. Ich werde daher den Gegenvorschlag unterstützen.

Thomas Minder

Ja, ich bin dafür, dass Musik an den Schulen unterrichtet wird. Das ist wichtig. Ich erkenne die Bedeutung der Musik sehr wohl. Und ich glaube kaum, dass ein musischer Mensch, der durch die Musik zu einer inneren Balance findet, insbesondere wenn er der Musik selber nach geht und diese auch praktiziert, auf eine so schiefe Bahn kommt, wie es viele Jugendliche zur Zeit sind. (zum Beispiel Zürich) Musik ist das beste Mittel gegen Agressivität. Diese Einschätzung vertrete ich übrigens auch für den Sport. Eine gute Bildung, gleich in welchem Bereich, ist für ein Land wie die Schweiz, welches wenig Rohstoffe besitzt, von ganz zentraler Bedeutung. Unser Rohstoff ist die Ausbildung und Bildung. Und die Pisa Studien zeigen auch, dass wir da wirklich nicht mehr zu den besten gehören. Doch es muss in der Schule wieder MEHR gefordert werden. Ich höre von Eltern und Lehrer die gar keine Hausaufgaben mehr erteilen. Und in Zürich sagt mir eine Mutter die Lehrer hätten eine Woche (!) frei gegeben um für sich selber Weiterbildung zu machen. So geht das natürlich nicht. Wissen Sie, unsere Bundesbern Politiker sind so weit weg vom Volk und pflegen fast nur noch das Lobbiystentum oder gehen des Geldes wegen nach Bern.

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